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Verdacht von Missbrauch in Pflegeeinrichtung

Herz-Jesu-Heim in Wiesbaden betroffen/Mitarbeiter sofort freigestellt/Einrichtung erstattet Strafanzeige
Verdacht von Missbrauch in Pflegeeinrichtung
Verdacht von Missbrauch in Pflegeeinrichtung
© Pixabay

In der Pflegeinrichtung Herz-Jesu-Heim in Wiesbaden hat sich ein Verdacht auf Misshandlung sowie eines sexualisierten Übergriffs gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern ergeben. Nach Auskunft des Trägers der Einrichtung, der Caritas Altenwohn- und Pflegegesellschaft mbH, ist der betreffende Mitarbeiter unverzüglich freigestellt worden. Zudem habe die Geschäftsführung Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. „Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich und werden die Staatsanwaltschaft vollumfänglich bei ihren Ermittlungen unterstützen“, erklärt die Geschäftsführerin der Pflegegesellschaft, Annette Hofmann. „Nach derzeitigem Wissensstand gehen wir von einer Einzeltat aus“.

Nach Darstellung der Einrichtungsleiterin, Sanja Schmid, konnte der Fall vor allem durch aufmerksame Mitarbeitende aufgedeckt und so der betreffende Mitarbeiter identifiziert werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen wie auch die Mitarbeitenden sind über den Fall und die eingeleiteten Schritte informiert worden. Geschäftsführerin Hofmann: „Wir bieten allen Bewohnerinnen und Bewohnern selbstverständlich die Möglichkeit, sich mit weiteren Informationen oder eigenen Beobachtungen an uns zu wenden. Gerne kann dies auch direkt an die ermittelnde Behörde geschehen.“ Zudem sind Stellen für Einzelbetreuung und seelsorgerische Begleitung eingerichtet worden.

Die Einrichtung legt Wert auf die Feststellung, dass das Herz-Jesu-Heim die Interventionsordnung der Diözese Limburg anwendet. „Das Wohl der uns anvertrauten Menschen steht bei uns im Vordergrund“, sagt Einrichtungsleiterin Sanja Schmid, die erst seit April im Haus ist. Der Fall, der durch die Pflegegesellschaft selbst öffentlich gemacht wurde, soll Anlass für Verbesserungen sein. „Durch die bereits begonnene Aufklärung werden wir Erkenntnisse und Informationen gewinnen, die einen so bedrückenden Vorfall künftig vermeiden helfen.“