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Mit Mantel und Schwert auf dem Steckenpferd

Sankt Martin in Wiesbaden wird gefeiert - ohne Umzüge, aber mit viel Kreativität
Mit Mantel und Schwert auf dem Steckenpferd
Mit Mantel und Schwert auf dem Steckenpferd
Lichttüten, Bilderbuch und Figürchen in der Martins-Box © Carola Müller

Solidarisch miteinander unterwegs sein und teilen: Die Botschaft des Heiligen Martin ist gerade in dieser Pandemie-Zeit von besonderer Bedeutung, sagt Carola Müller, auch wenn in diesem Jahr keine öffentlichen Umzüge stattfinden könnten und die Kindertagesstätten "unter sich" bleiben müssten. Zur Unterstützung hat die Gemeindereferentin von St. Bonifatius für die acht Kindertagesstätten der Pfarrei je eine Martins-Box gepackt. Darin befinden sich Lichttüten für alle Kinder und laminierte kleine Figuren zum Nachspielen, Martin samt Pferd und Mäntelchen und auch der Bettler fehlt nicht.

Dass die Geschichte von der Mantelteilung auch „in groß“ nachgespielt werden kann, dafür sorgt zum Beispiel in der Kita St. Bonifatius die Verkleidungskiste, wie Einrichtungsleiter Stefan Metzler erzählt.  Schon in den Tagen vor dem 11. November sind hier die Kinder mit Schwert und Mantel auf dem Steckenpferd unterwegs. Zur Vorbereitung werden Bilderbücher gelesen, im eigenen Medienraum kann ein kleiner Erklärfilm aus der Sendung mit der Maus geschaut werden. Am Gedenktag des Heiligen werden die Kinder mit ihren bemalten Lichttüten in die Kirche ziehen und Martins-Lieder hören. Später wird im Außengelände der Kita ein Feuer entzündet und die Hortkinder stellen die Martins-Geschichte dar.

Weckmänner backen

Bereits am 9. November werden die Kinder der Kita St. Elisabeth ihre mit Buntstiften bemalten Lichttüten bei einem kleinen Wortgottesdienst mit Gemeindereferentin Carola Müller aufstellen. Zuvor, so berichtet die Leiterin der Einrichtung, Angelika Baltz, werden alle Kinder mit den Erzieherinnen gemeinsam Weckmänner aus selbst hergestelltem Hefeteig backen.

In der Kita im Zentrum Herz Jesu in der Pfarrei St. Peter und Paul wird St. Martin am Abend des 11. November nur mit den Kindergartenkindern in in der Herz-Jesu-Kirche gefeiert. Die „Schulkinder“ spielen für die Jüngeren die Martinsgeschichte. Statt Laternen wird jedes der Kinder zwei Lichttüten bemalen. Diese werden in der dunklen Kirche angezündet, es wird über das Teilen gesprochen und gebetet. Am nächsten Vormittag treffen sich die Kita-Kinder vor dem benachbarten Herz-Jesu-Altenheim und werden in einer kleinen Andacht Sankt Martins-Lieder singen. Jedes Kind wird einem der Bewohner eine Lichttüte schenken. Außerdem werden vier Plakate zur Martinsgeschichte gestaltet und an die Türen der Kirche gehängt. Familien haben bis zum Sonntag nach St. Martin, also bis zum 15. November, die Gelegenheit, mit Laternen um die Kirche zu gehen und sich die Geschichte anzuschauen. Geplant ist außerdem, das Martinsspiel zu filmen und es den Eltern zur Verfügung zu stellen.

Kinder gestalten einen Podcast

Die Pfarrei St. Birgid freut sich auf viele bunte, strahlend schöne Laternen in den Fenstern: Familien mit Kindern sind eingeladen, vom 8. bis 15. November abends um 18 Uhr eine Laterne ins Fenster zu stellen und Fotos davon unter dem Hashtag #stmartin2020 und #stbirgidwiesbaden in den sozialen Medien zu teilen. Die bedruckten Lichttüten hängen am Sonntag, dem 8. November an den Kirchenportalen (in Bierstadt am Kinder- und Jugendhaus) oder können auch im Zentralen Pfarrbüro in Nordenstadt abgeholt werden. Die beiden Kitas machen mit, ebenso alle ersten Klassen aus dem Pfarreigebiet. Die Kita-Kinder gestalten außerdem im Rahmen der täglichen Podcastreihe unter www.st-birgid.de am Martinstag, 11. November, den Podcast.

Das Roncalli-Haus (Friedrichstraße 26-28), das Haus der katholischen Kirche in Wiesbaden, beteiligt sich ebenfalls an der Martins-Aktion des Bistums. Das Roncalli-Foyer soll im Aktionszeitrum vom 8. bis 15. November mit selbst gebastelten Laternen und den Lichtertüten des Bistums beleuchtet werden. Einige Projekte und Einrichtungen des Caritasverbandes wollen die Lichtertüten mit Kindern bemalen. Andere Einrichtungen basteln eigene Laternen.

„Zünd ein Licht an“ ist das bistumsweite Mitmachprojekt überschrieben, das von einer Projektgruppe aus dem Bistum Limburg gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unter dem Hashtag #stmartin2020 ins Leben gerufen worden ist. Jedes Kind in einer katholischen Kita oder Pfarrei des Bistums erhält dabei zwei Lichttüten mit einem Bild vom Teilen des Mantels. Kinder können die Vorlage ausmalen und je eine Tüte weiterschenken. In der Aktionswoche vom 8. bis 15. November sollen die Laternen bistumsweit immer um 18 Uhr in die Fenster gestellt werden, um ein Gemeinschaftsgefühl trotz coronabedingtem Abstand entstehen zu lassen. Die Aktion lädt ein, für Kinder und Familien im Libanon zu spenden. Auf der Seite www.stmartin.bistumlimburg.de gibt es rund um die Aktion alle Informationen, außerdem ist dazu ein Spendenbutton eingerichtet.

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