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Kreuzreliquie kommt nach Wiesbaden

Das Limburger Domkapitel lädt zu Veranstaltungen in der Fastenzeit ein
Kreuzreliquie kommt nach Wiesbaden
Kreuzreliquie kommt nach Wiesbaden
Die Kreuzreliquie wird erstmals an anderen Orten des Bistums zu sehen sein. © Krumpholz

Einen Weg durch das Bistum wird die Kreuzreliquie der Diözese Limburg in der Fastenzeit antreten. Unter dem Titel „Seht das Holz des Kreuzes“ lädt das Limburger Domkapitel zur Begegnung mit der Kreuzreliquie an vier verschiedenen Orten im Bistum ein.

„Wir möchten die Kreuzreliquie möglichst vielen Menschen im Bistum zugänglich machen“, sagt Weihbischof und Domdekan Dr. Thomas Löhr. „Sie stiftet schon seit mehr als 50 Jahren und vor allem beim Kreuzfest des Bistums Identität. Besonders in der Fastenzeit, in der das Kreuz als Symbol für Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu im Fokus steht, ist es ein verbindendes Zeichen, dass die Reliquie in verschiedenen Orten der Diözese gezeigt und verehrt wird.“

Stationen der Kreuzreliquie

Zuerst wird die Kreuzreliquie am zweiten Fastensonntag, 8. März, um 17.15 Uhr in Wiesbaden in der Kirche St. Bonifatius zu sehen sein. Das Domkapitel lädt zu einer Passionsandacht mit Verehrung der Reliquie mit Domkapitular Wolfgang Rösch ein.

Am dritten Fastensonntag, 15. März, um 16 Uhr ist die Reliquie im Limburger Dom zu sehen. Die Limburger Domsingknaben führen die Markuspassion von Reinhard Kaiser auf. Den Schlusssegen mit der Reliquie spendet Domkapitular Dr. Wolfgang Pax.

In die St. Martinskirche in Bad Ems sind Interessierte am vierten Fastensonntag, 22. März, um 16.30 Uhr eingeladen. Josef Still, Domorganist aus Trier, spielt den Kreuzweg, op. 29, von Marcel Dupré an der Sandtner-Orgel. Bischof Dr. Georg Bätzing spricht dazu Zwischenmeditationen.

Den Abschluss der Reihe bildet eine ökumenische Vesper in der Evangelischen Erlöserkirche in Bad Homburg mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr. Die Vesper am fünften Fastensonntag, 29. März, um 17 Uhr wird von dem Bachchor der Erlöserkirche mitgestaltet.

Hintergrund Kreuzreliquie

Der Legende nach, soll die Heilige Helena, die Mutter des Kaiser Konstantins (Regierungszeit 306 bis 337), das „Wahre Kreuz“ bei ihrer Pilgerfahrt in Jerusalem aufgefunden und an den Kaiserhof nach Konstantinopel überführt haben. Später, um 964/965, entstand die kostbare byzantinische Schmucklade, die Staurothek.

Mit Ritter Heinrich von Ulmen kam die Staurothek in den  Besitz des Augustinerinnenklosters in Stuben an der Mosel. Als Säkularisationsgut überreichte der Herzog Wilhelm von Nassau 1835 die Staurothek dem acht Jahre zuvor gegründeten Bistum Limburg. Neben der Pala d'oro im Markusdom von Venedig stellt die Staurothek die bedeutendste byzantinische Goldschmiedearbeit überhaupt dar, die bis heute erhalten ist.

Das Plakat zur Veranstaltungsreihe