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In der PeKiP-Gruppe viel über die Kinder gelernt
In der PeKiP-Gruppe viel über die Kinder gelernt
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In der PeKiP-Gruppe viel über die Kinder gelernt

WIESBADEN. – Großes Hallo und herzliche Umarmungen vor dem Roncalli-Haus: Nach 18 Jahren sind am Samstag, 13. Januar, Mütter, Väter und erwachsene Kinder einer PEKiP-Gruppe zum Jubiläumstreffen an dem Ort zusammengekommen, an dem alles angefangen hat. In den Räumen der katholischen Familienbildungsstätte hatten sich die Familien damals mit ihren wenige Wochen alten Babys im Rahmen des Prager Eltern-Kind-Programms im ersten spannenden Lebensjahr ihrer Kleinen wöchentlich getroffen.  Ihre damalige Begleiterin, Daniela Rudnik, zertifizierte PEKiP Mitarbeiterin, war beim großen Wiedersehen ebenso dabei wie die Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte, Marlene Wynands-Schüller.

Persönlicher Brief zum Abschluss

Die sechs Familien – von ursprünglich acht, die am Kurs teilgenommen hatten – belegten im dritten Stock „ihren“ Gruppenraum mit Beschlag und tauschten bei einem gemeinsamen Picknick Erinnerungen aus. Daniela Rudnik lud die ehemaligen Gruppenkinder zu einer kurzen gemeinsamen Reflexion ein und hatte auch für die Eltern einen Text mitgebracht. Zum Abschluss des Kurses hatte sie damals jeder Familie einen persönlichen Brief übergeben, in dem sie die Entwicklung des Kindes, seine Besonderheiten und die Entwicklung als Familie beschrieb. „Daniela hat uns immer wieder aufgefordert, unsere Kinder anzuschauen und zu beobachten. Und uns gesagt: Eure Kinder passen zu euch!“, stellte eine der Mütter in der Rückschau fest. Dankbar für den Kurs äußerte sich auch einer der Väter: „In der PEKiP-Gruppe habe ich viel über meinen Sohn gelernt. Es hat sich so vieles im ersten Lebensjahr gezeigt, was seine Persönlichkeit bis heute auszeichnet!“

Christen, Muslime und Juden

Nach Kursende hatte die Gruppe weiter regelmäßig Kontakt gehalten. Über die Jahre entstand  eine tiefe Bindung zwischen den Eltern und den Kindern. An den Gruppentreffen hatten damals zwei Väter in Elternzeit sowie die Mütter teilgenommen. Bei den Familienfrühstücken, die einmal pro Halbjahr angeboten wurden, kamen alle Väter und Geschwister mit. Als besondere Bereicherung empfanden es die Teilnehmer,  dass in der Gruppe katholische  und evangelische Christen, Muslime und Juden vertreten waren.  (rei)  

Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. Ab der 4. - 6. Lebenswoche treffen sich junge Eltern mit ihren Babys in kleinen Gruppen. Im Mittelpunkt stehen Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen für Eltern und Kinder. Die Gruppen werden von entsprechend ausgebildeten und zertifizierten Mitarbeitern geleitet.