WIESBADEN. - Lebendig und fröhlich, aber auch bewegend und berührend war der Afrika-Gottesdienst in der Kirche Christ König in Nordenstadt. Begleitet von lebhaften Trommelklängen zogen Pfarrer Frank Schindling und die Messdiener in die katholische Kirche ein, so dass gleich der Funke auf die zahlreichen Gottesdienstbesucher übersprang und diese schließlich gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des Chors Jubilate Deo in das kongolesische Lied „Yesu azali awa“ (Jesus ist unter uns) einstimmten.
Die Teilnehmer der Jugendbegegnungsfahrt nach Namibia hatten zu dem besonderen Gottesdienst eingeladen, um ihre Erfahrungen und bewegenden Eindrücke mit der Gemeinde zu teilen. „Es waren die Ärmsten der Armen, die uns so viel gegeben haben“, sagte Pfarrer Schindling, der an das afrikanische Sprichwort „Du kannst Afrika verlassen, aber Afrika verlässt dich nicht“ erinnerte. Angesichts der Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen in Namibia hätten die Jugendlichen oft nach Worten gerungen, nun wollten sie ihre Erlebnisse teilen und das, was mit der Fahrt seinen guten Anfang nahm, fortführen.
Von ihren Besuchen im Marienheim Hostel, in dem Waisenkinder leben, und in der Otjikondo School berichteten Annika, Paula, Alexander und Annika im Wechsel. Beide Einrichtungen wollen die Jugendlichen weiter unterstützen. Dazu wurden Bilder gezeigt. Und auch die Fürbitten, in denen unter anderem für ein offenes Miteinander der Religionen und die Bewahrung der Naturvölker gebetet wurde, verlasen die Jugendlichen selbst. Temperamentvoll endete der Gottesdienst. Unter der Leitung von Freddy Luzolo, Leiter des Elongui-Chors in Frankfurt, und der Begleitung von Ameth Seck an der Djembe und Roman Bär am Klavier trug der Chor „Umbaya my Lord“ vor.
Die Verbundenheit zum Marienheim Hostel und zur Otjikondo-School, die durch den Besuch entstanden ist, soll erhalten bleiben, deshalb sammelten die Jugendlichen bei dem anschließenden Empfang eifrig Spenden für beide Projekte. Kalender mit Bildern von der Reise wurden für den guten Zweck verkauft, ebenso Souvenirs, die die Jugendlichen aus Afrika mitgebracht hatten. Auf Stellwänden wurde über die Projekte informiert und im großen Saal ein 50-Minuten-Film über die Fahrt gezeigt. (AGB)