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Seelsorger mit Herz und Blut

Seelsorger mit Herz und Blut
Seelsorger mit Herz und Blut
© Goerlich-Baumann

Ein Wort fiel immer wieder während der Verabschiedungsfeier von Pastoralreferent Michael Sattler in St. Elisabeth Auringen: „Danke“ sagten Kollegen, Gemeindemitglieder, Freunde, Familienmitglieder und viele Weggefährten. Auch die Hauptperson des Tages, Michael Sattler selbst, blickte voll Dankbarkeit auf die Jahre seines beruflichen Wirkens – erst in St. Elisabeth, dann in der Pfarrei St. Birgid - zurück. Und so war an diesem Tag Wehmut über den Abschied zu spüren, aber auch die Freude darüber einen besonderen, den Menschen zugewandten Seelsorger ein Stück auf dessen Weg begleitet haben zu dürfen.  

„Dass so viele gekommen sind, spricht für sich selbst“, kommentierte Pfarrer Frank Schindling die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche St. Elisabeth. Michael Sattler habe engagiert am Zusammenhalt der Pfarrei mitgebaut. Persönlich, so der Pfarrer, habe er ihn von Anfang an überaus geschätzt. „Du bist mir zum richtigen Freund geworden“, sagte Schindling, der – wie das komplett anwesende Pastoralteam - eine „tiefe, tiefe“ Dankbarkeit für die Begegnung mit Sattler empfinde.

Dass es im Evangelium um den Winzer, den Weinstock und die Rebe ging, kam Michael Sattler sehr entgegen, so dass er in seiner Predigt darauf hinweisen konnte, dass er das Glück gehabt habe, elf Jahre lang in der Weinbaugemeinde Frauenstein den jährlichen Zyklus des Weinanbaus kennengelernt zu haben. Der Wein sei in der Bibel ein Zeichen der Freude und Gemeinschaft, der Weinstock hingegen verweise auf die Brüche im Leben. Bei allem Tun und allen Veränderungen gehe es aber auch immer um die innere Beziehung zu Gott, aus der dann die Wertschätzung zum anderen erwachse. Hierfür müsse man Räume des Gebets und der Ruhe schaffen. Mit den Worten „Gott segne Sie auf Ihrem weiteren Lebensweg“ schloss der Pastoralreferent seine Predigt.

Grüße und gute Wünsche aus dem Bischöflichen Ordinariat überbrachte Elmar Honemann vom zuständigen Referat im Bischöflichen Ordinariat. Als Sattler nach dem Studium als Pastoralreferent begonnen habe, sei er ein echter Pionier gewesen. Vieles habe sich seitdem verändert. „Du hast diese Wechsel in deiner aufmerksamen, kritischen und ruhigen Art mitgetragen“, so Honemann. Später habe Sattler dann als Ausbilder seine Erfahrungen weiter gegeben.

Als „Seelsorger mit Herz und Blut“ bezeichnete Stadtreferent Thomas Weinert Michael Sattler, der eine tiefe und lebendige Beziehung zum Evangelium habe. Sattler habe das Amt des Pastoralreferenten zum Leuchten gebracht.

„Danke für alles, was du bewegt hast und die Wege, die du mit uns gegangen bist“, schloss sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christine Klaus dem Dankesreigen an. Um aber nicht allzu viele Worte zu machen, bat sie schließlich das Auringer Ortsausschussmitglied Reinhard Nebel mit seiner Gitarre zu sich und stimmte mit der Gemeinde in ein Dankeslied für Michael Sattler ein, in dessen Verlauf Vertreter der zahlreichen Gemeindegruppen Sattler jeweils eine Rose überreichten, so dass er am Ende einen riesigen Strauß in den Armen hielt. (Anne Goerlich-Baumann)