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Kolpingfamilie trauert um Ehrenpräses

Pfarrer i.R. Werner Kurz wirkte in Wiesbaden viele Jahre als Klinikseelsorger
Kolpingfamilie trauert um Ehrenpräses
Kolpingfamilie trauert um Ehrenpräses
© privat

Pfarrer i.R. Werner Kurz ist am 13. Februar im Alter von 82 Jahren in Wiesbaden gestorben. Der gebürtige Westerwälder war von Oktober 1977 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2002 Krankenhausseelsorger zunächst in den städtischen Kliniken in Wiesbaden und dann in den neu entstandenen Dr. Horst-Schmidt-Kliniken. Von 1986 bis 2016 war er zudem Präses der Kolpingfamilie Wiesbaden-Zentral, des größten katholischen Sozialverbandes in Wiesbaden. Requiem und Beisetzung sind am 7. März um 14 Uhr in der Klosterkirche der Dernbacher Schwestern in Dernbach (Katharina-Kasper-Straße). In Wiesbaden wird seiner im Gottesdienst am 25. Februar um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Bonifatius gedacht.

„Als geistlicher Beistand trug er über drei Jahrzehnte Verantwortung für die seelsorgerliche Betreuung des Verbandes“, heißt es in einem Nachruf der Kolpingfamilie. Sein „offenes Ohr“ und sein  Rat sei geschätzt worden, sein Einsatz für die Ideen und das Werk Adolph Kolping bleibe Vorbild und Ansporn. Das Bistum Limburg würdigte die „einfühlsame Weise“, in der Pfarrer Kurz in der Klinikseelsorge gewirkt habe. „Sich selbst zurücknehmend“ habe er die Botschaft des heilenden und Leben schenkenden Gottes verkündet.

1936 in Wittgert im Westerwald geboren, studierte Werner Kurz nach dem Abitur auf der Ordensschule der Missionsgesellschaft der Weißen Väter und trat in das Noviziat ein. Theologie studierte er am ordenseigenen Missionary Institute in London. Am 4. Juni 1964 wurde er in Großkrotzenburg im Bistum Fulda zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er fünf Jahre in Sambia, als Kaplan in einer großen Mission mit über 20.000 Christen, als Religionslehrer an einem staatlichen Gymnasium und als Lehrer und Ökonom am dortigen Priesterseminar. Ende 1969 kam er nach Deutschland zurück, auf eigenen Wunsch von seiner Gemeinschaft beurlaubt für den priesterlichen Dienst in der Diözese Limburg. Ab 1970 wirkte er als Kaplan, später als Pfarrer und stellvertretender Dekan im Westerwald, bis er 1977 nach Wiesbaden wechselte.