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Christen müssen Umweltschützer sein
Christen müssen Umweltschützer sein

Christen müssen Umweltschützer sein

„Schöpfung.Klima.Unsere Zukunft“ – Unter diesen Vorzeichen steht die Klimawoche, zu der die katholische Kirche in Wiesbaden vom 14. bis 18. Mai einlädt. Im Blick auf die lokale Ebene wird die entscheidende Frage „Was können wir tun?“ am Donnerstag, 17. Mai (19.30 Uhr), im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Roncalli-Haus (Friedrichstraße 26-28) gestellt. Welche Möglichkeiten die beiden großen Kirchen haben, gemeinsam mit der Stadt aktiv zu werden, darüber diskutieren Dr. Thomas Wagner, Katholische  Akademie Rabanus Maurus, Nicole Nestler, Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung für die evangelische Kirche in Wiesbadendie Wiesbadener Klimaschutzmanagerin Laura Gouverneur und die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Angela Dorn. Moderiert wird das Gespräch von Dr. Almuth Schauber,  Fachreferentin für städtische Entwicklung bei Misereor.

Die Klimawoche startet am 14. Mai mit einer literarischen Inszenierung um 19.30 Uhr im Museum Wiesbaden: Mit Texten von Papst Franziskus bis Mahatma Gandhi stimmen Schauspieler die Besucher auf Themen wie Klimawandel und Visionen der Zukunft ein. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 12 Euro. Eine Tagesexkursion (von 9 bis 17 Uhr) am 15. Mai führt die Teilnehmer unter dem Motto „Früh beginnen: Klimaschutz vor der Haustür“ nach Geisenheim. Beim Familienbetrieb „Obstgut auf der Heide“ gibt es konkrete Einblicke in Direktvermarktung. Fragen nach nachhaltigem Konsum sind hier an der richtigen Adresse. Am Nachmittag steht in der Hochschule Geisenheim die Entwicklung von zukunftsweisenden Projekten auf der Tagesordnung. In den Teilnahmekosten von 15 Euro sind Transfer und Führung enthalten. Auch der Genuss soll bei diesem Ausflug in den Rheingau nicht zu kurz kommen. Anmeldungen sind möglich unter Telefon: 0611-174-120 oder per Mail: keb.wiesbaden@bistumbistumlimburglimburg.de.

Mehr Verantwortung im Bistum

„Christen müssen Umweltschützer sein“ heißt es am Mittwoch, 16. Mai (19.30 Uhr), wenn Dr. Ottmar Edenhofer, Professor an der Technischen Universität Berlin und derzeit stellvertretender Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), im Roncalli-Haus mit dem Journalisten Dr. Wolfgang Kessler von Publik-Forum spricht. Edenhofer ist katholischer Theologe und gehörte dem Jesuitenorden an. Er fordert seit längerem ein stärkeres Engagement der christlichen Kirchen für den Klimaschutz. Im Mittelpunkt des Abends steht das Anliegen, mehr Verantwortung im Bistum sowie in den einzelnen Gemeinden vor Ort für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen.

Zum Abschluss wird am Freitag, 18. Mai, um 20 Uhr im Murnau Filmtheater der Dokumentarfilm „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft“ gezeigt. Der Friedensnobelpreisträger Al Gore stellt darin die weltweit durch den Klimawandel bedingten Veränderungen dar.

Mit der Klimawoche will die Katholische Erwachsenenbildung Wiesbaden-Untertaunus und Rheingau in Kooperation mit dem Katholischen Stadtbüro das Bewusstsein für den Umweltschutz schärfen und Umweltengagement anstoßen und weiterentwickeln. Bewahrung der Schöpfung sei Anspruch des Christseins, so die Veranstalter. Insofern brauche es auch ein stärkeres Engagement der Kirche sowie der Christen überhaupt, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Weitere Informationen: Katholische Erwachsenenbildung, Telefon: 0611-174-120, per Mail: keb.wiesbaden@bistumbistumlimburglimburg.de; Homepage: www.keb-wiesbaden.de.