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Als die Synagoge brannte

Als die Synagoge brannte
Als die Synagoge brannte
© Pixabay

Die hessische Landeshauptstadt, die Jüdische Gemeinde Wiesbaden und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wiesbaden laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am Samstag, 10. November, 19 Uhr, auf dem Grundriss der Gedenkstätte an der Coulinstraße, dem Standort der ehemaligen Synagoge, zu versammeln, um an die Reichspogromnacht und die Zerstörung der Synagoge, die vor 80 Jahren durch die Nationalsozialisten in Brand gesetzt wurde, zu erinnern.

Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel wird für die Landeshauptstadt Wiesbaden und Dr. Jacob Gutmark für den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden sprechen. Umrahmt wird das Programm durch Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Carl-von-Ossietzky-Schule Wiesbaden, durch den Oberstufenkurs „Jüdische Religion“ der Diltheyschule Wiesbaden sowie durch Jugendliche des Jugendzentrums „Oz“ der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden. Anschließend werden symbolisch für die sechs Millionen Opfer der Schoah sechs Gedenkkerzen angezündet. Es folgen das Kaddisch, gesprochen von Dr. Jacob Gutmark und der Vortrag des Psalm 23 und des Gebets „El Male Rachamim“ durch Dr. Martin Pam von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.

Zwischen dem 7. und 10. November 1938 – vor 80 Jahren - brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch jene in der Wiesbadener Innenstadt und in den Vororten wurden heimgesucht, geplündert und zerstört, genauso wie viele jüdische Einrichtungen, Häuser und Geschäfte. Seit 1954 findet alljährlich am 9. November das Gedenken an die Reichspogromnacht in Wiesbaden statt, überwiegend am Michelsberg, dem Standort der 1938 zerstörten Synagoge. In diesem Jahr findet das Erinnern am 10. November statt, da der 9. November auf einen Freitag (Sabbat) fällt.