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70 Jahre Schola von St. Elisabeth

Seit der Gründung 1949 gehört der gregorianische Choral zum festen Repertoire
70 Jahre Schola von St. Elisabeth
70 Jahre Schola von St. Elisabeth
© Pfarrei St. Bonifatius

Seit 70 Jahren gehört der gregorianische Choral zu ihrem festen Repertoire: Die Schola von St. Elisabeth am Zietenring kann in diesen Tagen ein besonderes Jubiläum begehen. Es war im Herbst 1949, als Pater Egbert Konrad die „Chorknaben“ gründete. Ihre Kleidung entsprach der Tracht der Chorknaben von Notre Dame in Paris: weißes Gewand mit Kapuze, einem weißer Strick und einem Holzkreuz. Von den Gründungsmitgliedern ist heute keiner mehr dabei – immerhin singen zwei Sänger aber bereits seit 50 Jahren mit. Gefeiert wird am Samstag, 7. September, um 17 Uhr mit einem Choralamt in der St. Elisabeth-Kirche.

Der gregorianische Choral ist für die Singenden die intensivste und schönste Art, Gottes Wort zu verkünden (Peter Laufer)

In den Anfangsjahren wurden die Chorknaben dem internationalen Verband der Sängerknaben „Pueri cantores“ in Paris angeschlossen. Freunde und Gönner ermöglichten eine Intensivierung der Chorarbeit sowie zahlreiche Ferienfahrten ins In- und Ausland. Als 1964 Kirchenmusikdirektor Prof. Herbert Heine die Schola übernahm, bekam neben der Pflege des gregorianischen Chorals auch das gemeinsame Musizieren von Chor und Schola bei den großen Orchestermessen und Konzerten einen neuen Stellenwert. 1979 übernahm Peter Laufer den  Chor, bis 1981 Franz Josef Oestemer die Scholaleitung übernahm. Seit drei Jahren wird die Schola, die derzeit zehn Mitglieder zählt, wieder von Peter Laufer geleitet.

Die Schola von St. Elisabeth hat sich in den letzten 30 Jahren intensiv mit den neuesten Forschungen vertraut gemacht. Mehrmals hat die Schola an Fortbildungen von Godehard Joppich teilgenommen, dem führenden Protagonisten des gregorianischen Chorals im deutschen Sprachraum. Seit zwei Jahren singt der Chor nicht nur in der Heimatgemeinde St. Elisabeth, sondern an verschiedenen Kirchorten in Wiesbaden, zum Beispiel in Maria Hilf, Dreifaltigkeit, St. Mauritius und St. Marien Biebrich.