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40 Jahre kirchliches Engagement für lebendige Schule

Pädagogisches Zentrum der Bistümer Limburg, Fulda, Mainz feiert Jubiläum
40 Jahre kirchliches Engagement für lebendige Schule
40 Jahre kirchliches Engagement für lebendige Schule
Zum Jubiläum riskiert Direktorin Sabine Tischbein einen Blick in die Zukunft © Simone Reichelt/PZ
PädagogischesZentrum30-11-18
© Simone Reichelt/PZ
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Als „Projekt Zukunft für Schule im Aufbruch“ versteht sich das Pädagogische Zentrum (PZ) der Bistümer im Lande Hessen. Zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung hat die Direktorin, Dr. Sabine Tischbein, den eigenen Anspruch unterstrichen, „mit Schule immer wieder neu aufzubrechen in beständigem Lernen“. Das PZ sei im Oktober 1978 durch die Bistümer Limburg, Fulda und Mainz in der Überzeugung gegründet worden, dass die Kirche ihren Part in Bildungs- und Erziehungsprozessen wahrnehmen und auf drängende Fragen der Zeit überzeugende Antworten geben müsse, sagte sie im Rahmen der Jubiläumsfeier im Wilhelm-Kempf-Haus in Naurod, dem Sitz des Institutes.

Ermutigung und neue Impulse

„Auf diesen Schultern stehen wir und bauen heute weiter darauf auf“, betonte die Direktorin vor rund 80 Gästen, darunter Schulleiter und Lehrer, Vertreter der drei Trägerbistümer und der diversen Kooperationspartner. Mit dem flexiblen Bausteinsystem von Fortbildungsangeboten will das PZ nach ihren Worten zur Zukunftsfähigkeit von Schule und Unterricht ebenso beitragen wie zur Stärkung der Lehrer und Führungskräfte in ihrer Persönlichkeit und ihrer Professionalität. Neben der Kompetenz komme es vor allem auch auf die Haltung an, sagte Sabine Tischbein. Unterrichten oder eine Schule leiten, heiße vor allem Beziehungen gestalten, Vertrauen schenken und Persönlichkeit zeigen. Ausdrücklich bekundete sie bei dieser Gelegenheit Respekt und Achtung vor dem in Schule erbrachten Engagement und bekräftigte die Absicht, „immer wieder Ermutigung und neue Impulse für diese anspruchsvolle Tätigkeit (zu) setzen.“

Religionsunterricht als Politikum

Den hohen Stellenwert, den das Fach Religion unter den Fortbildungsangeboten hat, hob Studienleiter Sebastian Lindner hervor. Von interreligiösem Lernen über Säkularisierung bis zu weltanschaulich gefärbten Konflikten spiegelten die Seminare, Studientage und Modulreihen für Religionslehrkräfte aktuelle Herausforderungen wider. Die meisten dieser Fragen seien für alle Menschen relevant: „Religionsunterricht liefert, wenn es gut läuft, einen genuinen Beitrag zu gesellschaftlichen Schlüsselthemen.“ Gleichzeitig sei er selbst ein Politikum, so Lindner: Manche würden ihn gern abschaffen, andere kämpften für seinen Erhalt.

Ausbildungskurs "Schulpastoral"

Neben Angeboten zur beruflichen und spirituellen Fortbildung gehören auch Weiterbildungskurse in Kooperation mit der Hessischen Lehrkräfteakademie zum Aufgabenspektrum des PZ. Hier können sich Lehrer qualifizieren, das Fach Katholische Religion an Grundschulen oder in der Sekundarstufe I zu unterrichten. Außerdem wird zusammen mit den hessischen und rheinland-pfälzischen Bistümern und dem katholischen Partnerinstitut in Mainz ein Ausbildungskurs „Schulpastoral“ veranstaltet. Pro Jahr werden vom PZ rund 100 ein- und mehrtägige Kurse angeboten, die von rund 2000 Lehrkräften genutzt werden.

Schulkapelle und islamischer Gebetsraum

Das Thema „Religion in der Schule“ ist und bleibe unglaublich spannend und berge viel Potential für die Schule von morgen, lautete das Fazit von Sebastian Lindner. Wie spannend es tatsächlich schon in zehn Jahren werden könnte, hatten Lindner und Tischbein zum amüsanten Einstieg bereits von der Empore aus im Wortsinn „in den Blick genommen“. Zur vorweggenommenen nächsten Jubiläumsfeier - "50 Jahre kirchliches Engagement für lebendige Schule" - imaginierten sie dabei eine deutlich veränderte Schullandschaft, zu der unter anderem eine katholische Schule von der Grundschule bis zum Abitur gehören könnte, mit einem islamischen Gebetsraum neben der Schulkapelle, Unterrichten im Team und einem „Religionsunterricht mit konfessioneller Binnendifferenzierung“.

Das Pädagogische Zentrum ist eine Fortbildungseinrichtung für Lehrer und Lehrerinnen aller Fächer und Schularten sowie für Angehörige anderer pädagogischer Berufsgruppen, die im schulischen oder schulnahen Bereich tätig sind. Träger des Instituts sind die drei hessischen Bistümer Limburg, Fulda und Mainz. Das Bistum Limburg ist Belegenheitsbistum. Das Programm versteht sich als ein Begleitungs- und Unterstützungsangebot der katholischen Kirche für alle im schulischen Bereich Tätigen. Weitere Informationen unter https://www.pz-hessen.de.